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Entlang der Niflheimer Steige...

Der Schattenbahnhof Niflheim

Um auf einer Modellbahnanlage einen abwechslungsreichen Betrieb zu gewährleisten, bedarf es eines sogenannten Zugspeichers. Er nimmt Züge auf, die vom sichtbaren Anlagenteil aus dann in der Ferne der Phantasie verschwinden. Gleichzeitig starten dort die Züge, die nach einer "langen" Reise endlich den Endbahnhof im sichtbaren Teil der Anlage erreichen.


Sind diese Zugspeicher bei kompakten Anlagen oft in der Bauform eines Fiddleyard ausgeführt, sind es dann bei grösseren Modellbahnen eher Schattenbahnhöfe, die für den Betrachter nicht sichtbar sind und ausschliesslich der Funktion dienen.

Hier wird dann auch auf jede Art der Ausschmückung verzichtet.

Nun zum Aufbau des Ganzen...

Der Schattenbahnhof war der erste Bauabschnitt meiner Anlage. Zuerst musste natürlich der vorgesehene Kellerraum entrümpelt werden. Um für spätere Fotoaufnahmen dafür zu sorgen, dass keine weisse Wand als Hintergrund zu sehen ist, wurden die Kellerwände in einem Blauton gestrichen, um den Übergang zu einem Fotohintergrund harmonischer zu gestalten. Siehe auch hier.

 

April 2018; Das erste Segment steht...


Nach und nach kamen die zusätzlichen Segmente hinzu.

 

 

Unten wurden die Segmente mit höhenverstellbaren Füsschen versehen. So ist eine gleichmässige Lage ohne Versatz garantiert.






Danach wurden die Segmente mit 12mm starken Birken-Multiplex Platten abgedeckt...

...auf denen wiederum der Gleisplan im Maßstab 1:1 aufgelegt wurde...


Auf DinA 4 Seiten wird der gesamte Gleisplan aus dem Planungsprogramm SCARM auf die Platten übertragen.


Im Juni 2018 wurden die ersten Weichen und Gleise verlegt. Zum Einsatz kamen hier Schattenbahnhofsweichen von WEICHEN WALTER mit Federzungen in LENZ-Geometrie

Als Dämmmaterial im Schattenbahnhof wurde 4mm starke Antirutschmatte aus recycltem Kunststoff verwendet.

Stück um Stück ging es weiter

Der Weichenantrieb

Es war von Beginn an klar, dass die Weichen im Schattenbahnhof per Servo gesteuert werden sollten. Dabei stellte sich der Miniservo TORCSTER Nr81 als am geeignetsten heraus. Seine Stellkaraft von 30 Ncm in dieser Baugrösse sucht wirklich ihres Gleichen.

Nun wurde ein geeigneter Antrieb gebaut. Mittels einer Gewindestange und eines Gestängeanschlusses aus dem RC-Modellbau entstand eine passende Stellmechanik.




Die Elektronik

Gerade ein Schattenbahnhof kommt nicht ohne eine gewisse Menge an Meldeelektronik aus. Ich setze dabei auf die Komponenten aus dem Hause LENZ sowie ESU. Diese Informationen sollen dann später mal in einem rechnergesteuerten Stellwerk verarbeitet werden.

  • Jedes der durchgehenden Hauptgleise ist in 3 Abschnitte unterteilt, so dass erkannt wird dass ein Zug zwar vollständig eingefahren ist, aber nicht zu weit auf der Weiche steht.
  • Auch die 3 Stumpfgleise sind ebenfalls in einen Belegtmeldeabschnitt eingeteilt. So wird auch hier ein geparkter Zug erkannt.
  • Jeder Gleisbelgtmelder wird von einem Spannungsmelder LB050 gespeist. Der sorgt auch im Falle eines Stromausfalls dafür, dass die Meldezustände zum aktuellen Zeitpunkt gespeichert und somit erhalten bleiben.
  • Die ESU Servodecoder werden zum einen von einem PC unterstützen Stellwerk angesteuert, aber zum anderen auch durch ein einfaches Tastenstellwerk am Rande der Anlgae. Siehe am Ende dieser Seite.


Auf den Bildern zu sehen, ist links der LENZ Belegtmelder LB101, der dann die "Rotausleuchtung" ans Stellwerk übermittelt. Auf der rechten Seite ist der ESU Switch-Pilot2.0 zu sehen, der für die korrekte Auslenkung der Weichenstellservos sorgt.

 



Der Gleisabschluss

Da ein Schattenbahnhof ohne Schnörkel auskommt, habe ich mir auch vereinfachte Prellböcke als Gleisabschluss im 3D Druck Verfahren machen lassen. Sie waren extrem günstig und tun das, was Sie tun sollen... Sie halten Züge auf!




Das Stellwerk

Niflheim soll zwar später mittels elektronischem Stellwerk vom Rechner aus gesteuert werden, um ab gerade jetzt in der Bauphase schnell und unkompliziert Rangierfahrten fahren lassen zu können, habe ich ein Tastenstellwerk gebaut. Dieses nutzt den beim ESU Switchpilot vorhandenen Direktanschluss.

Links: Aus einer normalen MS-Excel Datei entstand der Gleisplan.

Rechts: Das einfache, fertige Tastenstellwerk mit Gleisspannungsanzeige und Notaus Taster




Hin und Her in Niflheim

Wie heisst es doch so schön; 1 Bild sagt mehr als 1000 Worte! Was sagt dann erst ein Video...?

Im November des Jahres 2018 konnte dann auch die erste Probefahrt gemacht werden. Bitte einsteigen!

Viel Spaß bei der Rundfahrt in und um Niflheim!


 



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